Großkraftwerk Mannheim

Das Großkraftwerk Mannheim ist im besonderem Maße vom überstürzten und ungeplanten Kohle- und Atomausstieg betroffen.  Spätestens 2032 soll es geschlossen werden.Wer nun gedacht hat, Wind und Sonne regeln den Rest, staunt nicht schlecht. Ein Gaskraftwerk soll es werden. Und es soll nicht das einzige bleiben. Je mehr sich bestätigt, dass die Speichermöglichkeit von solch großen Strommengen (über 2 Wochen) bis zum Jahr 2035 nicht möglich ist, desto mehr kommt die “Übergangstechnologie” ins Spiel. Die Gaskraft!   Da die Windkraft nicht alleine kann, braucht sie einen PartnerBeide zusammen nicht umweltfreundlicher als ein modernes Steinkohlekraftwerk.  Aber das Gaskraftwerk lässt  sich schnell anfahren und ermöglichen so den weiteren Ausbau der Windkraft.

Sie sagen der Bevölkerung einfach nicht, was auf sie zukommt

Kanzleranwärter Herr Scholz sprach auf dem Gewerkschaftstag über die deutsche Energiewende. Von 100% Erneuerbar war wenig zu hören. Dafür von 40 Gigawatt neu zu schaffende Gaskraft, etwa die Hälfte der in Deutschland bereitgestellten durchschnittlichen Strommenge.

Die neue Regierung werde “noch im ersten Jahr” alle Weichen stellen, “damit Deutschland nicht eine Stromlücke (von 40 Gigawatt) hat, damit Deutschland genug Strom hat für eine Industrie der Zukunft”. Ende kommenden Jahres gehe das letzte Atomkraftwerk vom Netz, also müsse man nun besonders Tempo machen, damit die Industrie den Strom bekomme, den sie brauche.

Auch das ist nur ein Drittel der Wahrheit.

Einer der es wissen  muss und bestimmt nicht auf der Kritikerseite steht, ist Professor Wellßow von der Uni Kaiserslautern.. Er redet klar und deutlich von 120 Gigawatt neu zu erstellende Gaskraft.

Diese 120 Gigawatt Gaskraft bedeuten ca. 400 Gaskraftwerke in der Größe des in Biblis sich im Bau befindlichen Projekts (300Meggawatt). Alles finanziert über die Netzentgelde in unserer Stromrechnung, die schon jetzt 25% der Gesamtsumme ausmachen. Unsere Stromrechnung wird in den nächsten 2 Jahren explodieren. Und wir haben schon jetzt den teuersten Strom der Welt.

Wer sich in Süddeutschland für Windkraft entscheidet, entscheidet sich auch für 2 Drittel Gaskraft.

Selbst in Rheinland-Pfalz drehen sich die Windräder nur jeden dritten Tag. In Baden-Württemberg an jedem vierten Tag. Wenn wir keine anderen Kraftwerke mehr besitzen bleibt für die restlichen 3 Tage nur die Gaskraft. Diese Gaskraftwerke werden genau so hoch subventioniert werden wie auch schon die Windkraft. Wir werden nur noch hochsubventionierten Strom erhalten. Auch dies wird über die Netzentgelde finanziert.

Müssen wir für die Klimarettng nicht diesen Preis bezahlen?

Gaskraft hat gegenüber der Kohle keine großen CO2-Vorteile. Die Methanverluste bei der Förderung und beim Transport werden in der Bilanz einfach nicht berücksichtigt. Von daher wäre der Fortschritt nicht nennenswert. Aber es kommt noch schlechter.

Diese Gaskraftwerke nennt man offene Gaskraftwerke. Auf Grund ihrer Finanzierung und der Auflage, nicht dauernd zu laufen, lässt der Gesetzgeber keine Kraft-Wärmekoppellung zu. Bei unserem Großkraftwerk ist dies das Abfallprodukt Fernwärme, immerhin ein Drittel der Energie.

Diese Energie wird bei einem offenen Gaskraftwerk mit 600 Grad in den Himmel gepustet. Von einem CO2-Vorteil kann nun beim besten Willen nicht mehr geredet werden.

Windkraft in Windschwachen Gebieten hat deshalb nichts mit einer Energiewende zu tun. Es ist ein teures Zerstörungswerk.

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Aufrechterhaltung der Fernwärmeversorgung bei einer Abschaltung des Mannheimer Großkraftwerks

Die Nutzung der Abwärme fält bei einer Abschaltung des Mannheimer Großkraftwerks weg. Deshalb muß die Fernwärmeversorgung sehr teuer und ebenso mit zwei Dtritteln Gaskraft neu erschaffen werden, weil erneuerbare Energien eben noch nicht in der Lage sind, solche Energiemengen zu sichern.

In dem Zusammenhang hat der BUND in Mannheim schon seine Kritik geäußert. Denn die 2 Gas-Öl-Heizkessel werden für eine Laufzeit von 7000 Stunden genehmigt. Wir können auch hier wieder von einem Großteil Gaskraft bei der Aufrechterjhaltung der Fernwärme ausgehen. “Dies wäre für den Klimaschutz wieder ein Rückschritt”(BUND)

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Der Ausstieg aus Atom und Kohle  muß verlängert werden!

Für Mannheim kommt es nun aber noch unglücklicher. Schon am 1.8.2020 berichtete die Rheinpfalz über diese Pläne. Der Kommentar der Redakteurin gipfelte in der. Feststellung:
“Der Plan existiert. Aber er ist nicht Umsetzbar!”( Download des Artikels)

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