Windkraft dahin wo Wind ist

Die” Pfalzwind” GmbH war ein großer Windkraftbetreiber gemeinsam von Pfalzwerke und juwi. Beide beklagen sich jetzt gegenseitig, um die Aufteilung der Verluste. Da “Pfalzwind” ein Großbetrieb darstellte, mußte er jedes Jahr einen ausfühlichen Geschäftsbericht erstellen. Darin stand regelmäßig der Satz: Es gab zu wenig Wind.  Unser 3-minütiger Film (SWR-Landesschau) veranschaulicht dies an Hand vom Donnersbergkreis:

Nach der Pleite von “Pfalzwind” wurden nur noch kleine Betriebseinheiten gegründet, um einen ausfühlichen Geschäftsbericht zu vermeiden. Damit wurde jede Transparenz verhindert. Meist investieren kleine Kreisstädte gemeinsam mit kommunalen Versorgern wie Pfalzwerke und teilen sich bei einer Pleite die Verluste. Die Pfalzwerke lassen die Verluste unerkannt in den Strompreis einfließen. Für die Kreisstädte, die oft vor der Pleite stehen, ist es eine Katastrophe.
Nun will die Bundesregierung für Süddeutschland eine zusätzliche Förderung beschließen. Aber auch dies wird nichts an diesem Sachverhält ändern, denn in Baden-Württemberg weht noch viel weniger der Wind, als in Rheinland-Pfalz.
Diese Windräder sollen mit zwei Drittel Gaskraftwerken kombiniert werden, die aber nur dann laufen dürfen, wenn der Wind ausfällt, also die meiste Zeit. Sie geben damit auch mittlerweile zu, dass man solche Strommengen nicht über Wochen speichern kann. Sie halten sich einen Ausbau von bis zu 40 Gigawatt vor (bis 2035). Das ist 40 mal das Großkraftwerk Mannheim (Block 9). In Biblis wird gerade ein mittleres Gaskraftwerk  beschlossen. Sie nennen diesen Verbund von Gas und Wind nun “Übergangslösung” . Wir haben dann 2 hochsubventionierte Systeme, die gemeinsam den gleichen Strom herstellen, wie ein modernes Steikohlekraftwerk. Nur an statt für 6 Cent/kwh dann für c.a. 30 Cent pro kwh. Eine CO2-Einsparung wird es nicht geben. Denn die Gaskraft ist entgegen deren Behauptungen nur geringfügig CO2-freundlicher (Verluste bei Förderung und Transport bleiben unerwähnt) und gekoppelt mit einem Windrad, welches einige Jahre laufen muß, um CO2-frei zu produzieren.
Die große Lüge mit der sie die Menschen gelockt haben – 100% CO2-neutral stinkt schon jetzt zum Himmel.

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